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© 2019 Gasthof Post der Familie Heiß in Rennweg am Katschberg                                                                                                                                                                                     IMPRESSUM

Die Sage vom Schimmelgeist

02.02.2017

 

Wer möchte nicht ab und zu von längst entschwundenen Zeiten lesen, in welchen Riesen und Zwerge, Geister und Schatzsucher unseren Ahnen begegnet sind? In einem Auszug aus dem Kärntner Sagenbuch von Matthias Maierbrugger lesen Sie die Sage von unserem Schimmelgeist:

 

Als die Franzosen in Kärnten eindrangen, gab es für unsere Landsleute eine schlimme Zeit. Die Fremden raubten die Häuser aus und sperrten viele brave Kärntner ein, so dass Not und Elend in den Dörfern herrschten. Die Franzosen waren auch in das damals „weltabgeschiedene“ Katschtal gekommen, das sich von der Burg Rauchenkatsch bis unter den Katschbergpass hinzieht. Ehe die fremden Soldaten hierherkamen, vergruben die Bewohner von Rennweg, St. Georgen und St. Peter alle wertvollen Sachen, damit sie die französischen Plünderer nicht finden sollten. Nur der alte Postmeister Heiß in Rennweg, der früher mit der Postkutsche durch das Tal gefahren war, kümmerte sich nicht darum. Ihn ließ die bittere Zeit gleichgültig, und er ließ alles gehen, wie es eben ging. Er lebte flott in den Tag hinein, und einige munkelten sogar, dass er es mit den Franzosen halte. Als die Feinde wieder abzogen, waren im Katschtal die Kammern geplündert und die weiten Felder standen leer. Kein Vieh war mehr im Stall, und überall herrschten Not und Elend. Da erbarmte sich der Kaiser in Wien (Kaiser Franz I.) der schwergeprüften Leute und sandte ihnen einen schönen Geldbetrag. Dieses Geld kam auf das Postamt nach Rennweg, doch der Postmeister Heiß hat davon keinen einzigen Heller an die notleidende Bevölkerung des Tales verteilt. Er behielt die ganze Summe angeblich für sich selbst. Dieses Geld brachte ihm und seinen Nachkommen keinen Segen und wurde bis heute nicht gefunden. Schon nach wenigen Jahren starb der alte Postmeister Heiß, aber in seinem Grab fand er keine Ruhe. Als gefräßiger Schimmel erschien der Geist des alten Heiß jeden Tag unter den Pferden im Poststall des Katschtales. Die Knechte schrien, wenn sie den Geisterschimmel wahrnahmen. Bald wollte kein Mensch mehr im Haus bleiben und die Postpferde füttern. Der junge Postwirt holte sich beim Pfarrer Rat und dieser bannte den sonderbaren Geist in den Laußnitzsee. Aber auch dort gab er keine Ruhe und lockte das Vieh an den See und zog ein Stück nach dem anderen in die Tiefe. Nun bannte der Pfarrer den Geist des alten Heiß in die Kirche von St. Georgen, wo er zum Wohle aller zur Ruhe kam. Lange noch sah man an der Kirchenmauer das Abbild eines Mannes…


Bei unseren zahlreichen Umbauten haben wir immer wieder an diesen Schatz und die Sage gedacht und sind aber nie fündig geworden. Heute wissen wir, unser Haus gut beschützt und glauben daran, dass viele gute Seelen unsere Arbeit begleiten und vom Himmel aus behütend auf uns herabsehen.

 „Gott schütze dieses Haus, und alle die da gehen ein und aus.“

 

 

 

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